Der Schwingschleifer
Beim Schwingschleifer schwingt die Schleifplatte. Die Schwingungen des Schwingschleifers imitieren die kreisende Handbewegung beim manuellen Schleifen.
Charakteristische Eigenschaften von Schwingschleifern
Die Schwingbewegung von Schwingschleifern ist nicht sehr ausgeprägt aber von sehr hoher Frequenz. Schwingschleifer sind stets mit einer harten und flachen Schleifplatte ausgestattet. Die Form der Schleifplatte ist rechteckig. Auf ebenen Werkstücken kann mit einem Schwingschleifer eine sehr hohe Oberflächengüte erreicht werden. Bei scharfen Kanten und Ecken oder gewölbten Oberflächen besteht jedoch aufgrund der flachen und harten Schleifplatte die Gefahr, den Werkstoff an einigen Stellen zu stark zu schleifen. Das kann auch zu Schäden an der Schleifplatte führen.
Abtragsrate von Schwingschleifern
In der Praxis beruht die Abtragsrate eines Schwingschleifers hauptsächlich auf der Körnung des verwendeten Schleifmittels. Technisch gesehen ist die Schleifleistung eines Schwingschleifers das Produkt aus dem Schwingkreisdurchmesser und der Schwingungsfrequenz. Bei der praktischen Anwendung spielt jedoch auch die ergonomische Bauweise des Schwingschleifers eine große Rolle. Je besser die Handhabung und Vibrationsdämpfung des Schwingschleifers sind, desto müheloser ist die Arbeit für den Anwender, was sich unmittelbar auf den Arbeitsfortschritt auswirkt.
Schleifbare Werkstoffe
Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig und abhängig vom verwendeten Schleifmittel. Gewöhnlich werden Schwingschleifer für die Bearbeitung von Holz, Holzverbundwerkstoffen und lackierten Oberflächen verwendet. Schwingschleifer sind nicht empfehlenswert für die Bearbeitung von Metall- und Steinwerkstoffen, da die Abtragsrate bei diesen Materialien sehr gering ist.
