
Selbst solide gebaute Gebrauchsmöbel halten selten ein Leben lang, weil sie ständig beansprucht werden. Jede Reparatur bei Holzmöbeln beginnt mit dem Stabilisieren von Verbindungen, Rahmen und Gestellen.
Selbst solide gebaute Gebrauchsmöbel halten selten ein Leben lang, weil sie ständig beansprucht werden. Jede Reparatur bei Holzmöbeln beginnt mit dem Stabilisieren von Verbindungen, Rahmen und Gestellen.
Bei Holzverbindungen unterscheidet man drei verschiedene Arten, wie Werkstückteile miteinander verbunden werden können: stoffschlüssig (z. B. geklebt, geleimt), kraftschlüssig (z. B. geschraubt, genagelt, verkeilt) und formschlüssig (z. B. geschlitzt, gedübelt, gezinkt).
Holz arbeitet – auch noch in Brettform. Dies ist bei allen Verbindungen, insbesondere bei solchen aus Massivholz, zu berücksichtigen. Holzteile können unlösbar oder lösbar miteinander verbunden werden. Bei lösbaren Verbindungen halten geeignete Beschläge die einzelnen Elemente zusammen. Unlösbare Verbindungen finden immer mit Leimzugabe statt und sind – sofern sie sich nicht im Lauf der Zeit von selbst lockern – nur durch Zerstörung wieder zu lösen.
Die gebräuchlichsten Verbindungen sind formschlüssig. Hier eine Auswahl:
Im Möbelbau findet man sehr häufig stumpf gedübelte Verbindungen. Diese Verbindungen entstehen durch das Einbohren von Dübeln und sind äußerst haltbar. Allerdings sind sie schwierig herzustellen – ebenso wie die extrem stabilen Eckverbindungen mit Flachdübeln. Darum werden Ecken auch oft über Nut und Feder miteinander verbunden.
Die Überblattung ist die einfachste Eckverbindung im Rahmenbau. Dazu wird von jedem Teil der zu verbindenden Werkstücke die jeweils halbe Holzstärke ausgespart; dann werden die Werkstücke miteinander verleimt. Allerdings ist diese Verbindung nicht besonders belastbar. Deshalb sollte man sie zusätzlich durch Schrauben oder Stifte sichern.
Zum Herstellen von Fenster- und Möbelrahmen eignet sich besonders die Schlitz- und Zapfenverbindung. Die aufrechten Rahmenteile erhalten in der Regel Schlitze, die waagrechten Zapfen. Bei dicken Rahmenhölzern sind auch Doppelzapfen üblich.
Das Zinken ist eine mehrfache Verzahnung gerader oder keilförmiger Zapfen, die auch Schwalbenschwänze genannt werden. Diese Verbindungsart wird bei Vollholz eingesetzt, da die verbundenen Teile ungehindert quellen oder schwinden können, ohne dabei ihre Form zu verlieren. Ebenfalls ist die Schwalbenschwanzverbindung ein optisches Zierelement.
Guten morgen,
Ich will eine Holzbank bauen. Haben sie irgendwelche Plaene bezueglich der verschiedenen Moeglichkeiten des Holzverbindens? Das verzahnen moechte ich dabei auschliessen.
Viele Gruesse aus Chicago
Michael Stoll
Kein Mensch braucht eine Schablone zum zu zinken, ein japaner und ein scharfes Stemmeisen tun's auch, wobei ich zugeben muss, dass es mit solch einem Gerät auf jeden Fall schneller geht - aber wo bleibt da denn dann die Handarbeit?
Hervorragende Darstellung.
Wer es nicht weiss oder kann, sollte in die Lehre gehen. Es gibt nichts schöneres als Massivholz zu ver- oder bearbeiten. Die Erfolge machen einen glücklich.
Hallo Frau S.
Fürs Zinken und Zapfen benötigen Sie eine Schablone oder einen entsprechenden Tisch, wie unsere ZF 60 (http://www.bosch-pt.de/accboptocs2-de/Category.jsp?country=DE&lang=de&ccat_id=97844) und die dazu passende Kopierhülse sowie einen Zinkenfräser und eine Oberfräse.
Hallo,
würde mich freuen wenn hier etwas über die Werkzeuge stehen würde die ich zum Zinken und Zapfen benötige.
Um Verzapfungen herzustellen, benötigt man ein sogenanntes Zinkenfräsgerät. In Verbindung mit einer Oberfräse und einer passender Kopierhülse dient diese Vorrichtung wie eine Schablone. Man spannt die beiden zu verbindenden Hölzer ein und fräst mit der Oberfräse und der passenden Kopierhülse an dieser "Schablone" entlang die Zapfen aus. Danach muss man sie nur noch ausspannen und die beiden Teile passen perfekt zueinander.
Bitte Bilder! Kann mir so kaum etwas drunter vorstellen. Ein Bild würde fast alles sagen.
Es ware hilfreich wenn man auch Abbildungen (z.B. fuer die Ueberblattung) sehen koennte.